Prozess nach gescheitertem Überfall auf Casino

Wien/Burgenland

Mit einem Überfall haben im vergangenen Frühjahr vier Männer im Alter zwischen 20 und 26 ihre triste finanzielle Lage beenden wollen.

Von Von APA / BVZ.at

Symbolbild

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© Shutterstock.com, NP27

Auf die Idee brachte sie ein Zeitungsbericht, aus dem hervorging, dass ein Täter bei einem Raubüberfall auf ein Casino in Wien-Favoriten 100.000 Euro erbeutet hatte, wie einer von ihnen am Donnerstag am Landesgericht erzählte. Der Versuch, es diesem nachzumachen, ging allerdings daneben.

Dabei hatten die im Burgenland ansässigen Männer seit Jänner 2023 das Casino - sie wählten dasselbe, das in der Zeitungsmeldung erwähnt worden war, weil sie davon ausgingen, dass dort viel Geld zu holen war - mehrfach ausgekundschaftet. In der Nacht auf den 17. April 2023 schritten sie dann zur Tat. Sie bewaffneten sich mit einer Gaspistole bzw. einer Softgun, zogen sich ganz schwarz an und streiften sich Sturmmasken über, ehe sie um 3.15 Uhr in Zweier-Teams über den rechten bzw. den linken Stiegenaufgang ins Casino eindringen wollten. Dem einen Zweier-Team kam allerdings ein Security entgegen, der sich von dem Zuruf „Überfall, zurück!“ nicht einschüchtern ließ. Der Mann zog eine Waffe und gab einen Warnschuss ab, worauf die maskierten Täter fluchtartig das Weite suchten.

Allerdings warfen sie dabei unvorsichtigerweise ihre Sturmhauben weg, die von der Polizei sichergestellt werden konnten. Dank einer DNA-Analyse ließen sich die Identitäten der glücklosen Räuber klären. Der Jüngste von ihnen, der die treibende Kraft gewesen sein soll, wurde in einem separaten Verfahren von einem Jugendschöffensenat bereits zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die drei erwachsenen Täter bekannten sich vor einem Schöffengericht (Vorsitz: Martina Krainz) nun umfassend schuldig.

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