Warum das Burgenland bei der Gesundheitsversorgung Druck machtund was Patienten von der Debatte erwarten dürfen.
Burgenland macht bei Weingarten-Klassifizierung nicht mit
Winzer-Zwist
Wein Burgenland spricht sich gegen eine Einteilung der Weinbaufläche nach Klassen aus und geht damit auf Konfrontationskurs zu den Österreichischen Traditionswinzern (ÖTW) und der niederösterreichischen Weinwirtschaft. 1er Cru, 1ÖTW oder ähnliche Klassifizierungen werden demnach im Burgenland nicht kommen.
Das Burgenland geht beim heiß diskutierten Thema Klassifizierung von Weingärten auf Konfrontationskurs mit den niederösterreichisch dominierten Österreichischen Traditionsweingütern (ÖTW). Im Bild: Wein Burgenland und Weintourismus-Geschäftsführer Christian Zechmeister, Wein Burgenland Obmann Matthias Siess und Weinbaupräsident sowie Mitglied des Regionalen Weinkommitees Burgenland Andreas Liegenfeld.
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Die rot-goldene Weinwirtschaft lässt mit scharfen Tönen gegen Pläne zur Klassifizierung von Weinbauflächen aufhorchen. Bei dieser Bewegung spüre man „Arroganz und Überheblichkeit“, heißt es zu den in Weingärten und -kellern vieldiskutierten Plänen.
Niederösterreich gegen Burgenland beim Thema Klassifizierung
Zankapfel ist die geplante Klassifizierung der Weingärten - auch im Burgenland. Die Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) wollen, vor allem auf Betreiben von Winzern aus dem Kamp- und Kremstal, eine Klassifizierung - ähnlich der französischen Kategorisierung von 1er Cru, Grand Cru etc. - auch in Österreich einführen. Dass dabei auch dem Burgenland dieses System übergestülpt werden soll, schmeckt den Vertretern des heimischen Weinbaus gar nicht.

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Vor allem das heimische Weinmarketing Wein Burgenland und das Regionale Weinkommitee laufen gegen die Kategorisierung Sturm: „Inhaltlich passt das Burgenland mit den Visionen der ÖTW Winzer nicht zusammen. Wollen die einen ihre Weingärten elitär, aufwendig und vergangenheitsverliebt in ,Erste und Große Lagen' klassifizieren, will die Weinwirtschaft im Burgenland eine klar verständliche Herkunftspyramide für ALLE Winzerinnen und Winzer dieses Landes.“
Alle unter einem Dach
Dazu gebe es auch bereits einen einstimmigen Beschluss im Regionalem Weinkomitee Burgenland. Im Burgenland „soll es auch in Zukunft keine zwei Klassen von Weingütern“ geben, sondern alle gemeinsam unter der Dachmarke Burgenland laufen - „egal ob Klein oder Groß, ob marktbekannt, ob exportorientiert oder Ab-Hof-Verkäufer."
Hoher Bekanntheitsgrad, gutes Image
Bei Wein Burgenland unterstreicht man die eigene Position mit den guten Werten bei Bekanntheit und Renommee für den rot-goldenen Wein. „Vor wenigen Jahren“ habe etwa eine Studie von „marketmind“ im Auftrag der Österreich Wein Marketing GmbH dem Burgenland den höchsten Bekanntheitsgrad in Österreich bescheinigt.

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„Ergebnisse wie dieses zeigen, dass der im Burgenland eingeschlagene Weg ein absolut richtiger und erfolgreicher ist“. Dass die niederösterreichisch dominierten ÖTW „ihre Fühler ins Burgenland ausstrecken“ und dabei auch noch „Nachholbedarf im Herkunftsmarketing aus dem fernen Kamptal“ attestiert wird, stößt bei der burgenländischen Weinwirtschaft auf Empörung.
„Dieses elitäre Gedankengut im feinen Zwirn, mit dem sich einige Betriebe auf den Weinmärkten eine Besserstellung erhoffen, benötigen wir im Burgenland nicht“, kritisiert Wein Burgenland um Obmann Matthias Siess die „Arroganz und Überheblichkeit dieser Bewegung“.