Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

Wirtschaftsstammtisch

In entspannter Atmosphäre und bei regem Austausch lud die Wirtschaftsagentur Burgenland am vergangenen Dienstag zum regionalen Wirtschaftsstammtisch ins Restaurant „Seitngassl“ ein.

Von Dieter Dank

Zukunftsthemen im Blick. Beim regionalen Treffen der Wirtschaftsagentur Burgenland standen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus. Im Bild: Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie Stephan Sharma, Wirtschaftsagentur-Abteilungsleiterin Sigrid Hajek, Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann, Wirtschaftsagentur-Abteilungsleiterin Katrin Blahna-Buranich und Wirtschaftsagentur-Geschäftsführer Klaus Stinakovis beim gemeinsamen Austausch im Bezirk Oberpullendorf.

Zukunftsthemen im Blick. Beim regionalen Treffen der Wirtschaftsagentur Burgenland standen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus. Im Bild: Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie Stephan Sharma, Wirtschaftsagentur-Abteilungsleiterin Sigrid Hajek, Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann, Wirtschaftsagentur-Abteilungsleiterin Katrin Blahna-Buranich und Wirtschaftsagentur-Geschäftsführer Klaus Stinakovis beim gemeinsamen Austausch im Bezirk Oberpullendorf.

© BVZ_dd

Innovation, gezielte Förderung und die Energiewende standen im Mittelpunkt des regionalen Vernetzungstreffens der Wirtschaftsagentur Burgenland. Mit beeindruckenden Bilanzzahlen und klaren Strategien für die Zukunft zeigten Experten und Politik auf, wie der Standort gestärkt wird.

Wirtschaftsagentur unterstützt Betriebe in jeder Phase

„Wir verstehen uns als One-Stop-Shop für die burgenländischen Unternehmen“, erklärte Klaus Stinakovits, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland. Die Bilanz für 2025 unterstreicht die Wirkung dieser Arbeit: Ein Fördervolumen von 18,7 Millionen Euro löste Investitionen in Höhe von 118 Millionen Euro aus. Damit konnten 4.400 Arbeitsplätze gesichert und 300 neue geschaffen werden. Ob klassische Investitionszuschüsse, Haftungsübernahmen oder Risikokapital – die Agentur unterstützt Betriebe in jeder Phase und bietet an acht Standorten im Land attraktive Flächen für Ansiedlungen.

Fokus auf Innovation und KI

Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann betonte, dass das Burgenland trotz schwieriger globaler Wirtschaftslage überdurchschnittlich gut durch die Krise gekommen sei. Mit einer Wachstumsrate von 0,8 Prozent liege man deutlich über dem österreichischen Schnitt. „Wir müssen auf die Züge der Innovation und Digitalisierung aufspringen“, so Schneemann. Ein besonderer Schwerpunkt liege künftig auf der Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei setzt das Land auf ergebnisorientierte Förderungen: Die volle Unterstützung fließt erst, wenn messbare Innovationserfolge im Unternehmen sichtbar sind.

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Energieunabhängigkeit als Standortvorteil

Einen zentralen Impuls setzte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Sein Ziel: Bis 2030 soll das Burgenland energieunabhängig und klimaneutral sein. „75 Prozent unserer Energie importieren wir derzeit noch aus dem Ausland. Wahre Sicherheit und leistbare Preise gibt es nur durch Eigenproduktion in der Region“, stellte Sharma klar.

Dabei setzt das Unternehmen auf den Dreiklang aus Windkraft, Sonnenenergie und modernen Speichersystemen, wie dem vor kurzem in Betrieb genommenen Großspeicher in Oberpullendorf. Sharma ermutigte die Unternehmer, selbst aktiv zu werden: Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit Speichern seien der Schlüssel, um sich von volatilen Marktpreisen abzukoppeln und Netzkosten zu sparen.

Mobilität und das „Rundum-Sorglos-Paket“

Auch im Bereich der Mobilität steht ein Umbruch bevor: Vom PKW bis zum schweren LKW wird die Flotte elektrisch. Stephan Sharma betonte, dass die Burgenland Energie die Betriebe hierbei nicht alleine lässt. „Wir bieten ein Rundum-Sorglos-Paket an: Von der Planung über die Finanzierung bis zur Förderabwicklung übernehmen wir alles“, versprach Sharma. Das Besondere: Die Burgenland Energie finanziert die Anlagen vor, das Unternehmen zahlt eine Rate, und die Anlage geht schließlich in das Eigentum des Betriebes über.

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Energiegemeinschaften und Direktleitungen

Ein weiterer Hebel für Betriebe aber auch Private sind Energiegemeinschaften. Strom, der an einem Standort zu viel produziert wird, kann innerhalb der Region oder der Familie geteilt werden – bei einer Ersparnis von 28 Prozent der Netzkosten und dem Entfall fast aller Abgaben. Für Großbetriebe bietet die Burgenland Energie zudem exklusive Direktleitungen aus nahegelegenen Wind- oder PV-Parks an. Der Vorteil: Strom wird eins zu eins geliefert, komplett ohne Netzkosten und Steuern. „Wir garantieren Stabilität in unsicheren Zeiten – mit fixen Strompreisen über 20 Jahre hinweg“, so Sharma abschließend.

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Der Abend klang in gemütlicher Runde aus – ganz im Sinne des Vernetzungsgedankens, um ohne bürokratische Hürden direkt ins Gespräch zwischen Politik, Förderstellen und Wirtschaft zu kommen.

Die nächsten Termine im Überblick:

Wer den Termin in Oberpullendorf verpasst hat, hat in den kommenden Wochen weitere Gelegenheiten zum Austausch:

18. Mai 2026: Gasthaus Reichl, Schattendorf, 24. Juni 2026: Gasthof Bock, Rettenbach

/
Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd

Impulse für ein krisenfestes und energieunabhängiges Burgenland

© BVZ_dd