Warum das Burgenland bei der Gesundheitsversorgung Druck machtund was Patienten von der Debatte erwarten dürfen.
171 Gemeinden, 3 Regionen, 1 Ziel: Nachhaltigkeit von Nord bis Süd
Zertifizierung
Das Burgenland ist das erste Bundesland, das flächendeckend als nachhaltige Tourismusdestination zertifiziert wurde.
Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel mit seinen Mitarbeiterinnen Marlies Ebner, Julia Hellwagner, Franziska Kasztler und Marion Hutter.
© BVZ/Wagentristl
Beim Festakt im Martinsschlössl Donnerskirchen wurde die Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens sowie des internationalen TourCert-Gütesiegels an alle drei Tourismusregionen – Nord-, Mittel- und Südburgenland – offiziell gefeiert.
Diese doppelte Auszeichnung ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, der auf breite Beteiligung setzte. Alle 171 burgenländischen Gemeinden haben sich schriftlich zu gemeinsamen Umwelt- und Klimaschutzzielen bekannt – ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Zertifizierung. Neben dem kommunalen Schulterschluss waren unter anderem ein umfassendes Mobilitätskonzept, eine Klimastrategie sowie die Beteiligung zahlreicher Tourismusbetriebe erforderlich.
Bundesminister Norbert Totschnig würdigte den Einsatz als „beispielhaft für ganz Österreich“: Nachhaltigkeit sei hier nicht bloß Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Auch Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler unterstrich die Bedeutung dieser Anerkennung – nicht nur für die Region, sondern auch als Signal an andere Destinationen.
Tunkel: „Das Burgenland setzt neue Maßstäbe“
Für Didi Tunkel, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus, ist die Zertifizierung „ein strategischer Meilenstein“: „Wir haben mit einem Schlag drei komplette Regionen und über 170 Gemeinden in das System geholt. Das ist bislang einzigartig.“ Die Zertifizierung führe zwar vermutlich nicht „von heute auf morgen zu mehr Nächtigungen“, aber: „Nachhaltigkeit wird ein immer wichtigerer Faktor, auch im Tourismus“, betont Tunkel.
Burgenland Card und Naturparke im Fokus
Zu den konkreten Maßnahmen zählt auch die erweiterte Burgenland Card, mit der Gäste das öffentliche Verkehrsnetz kostenlos nutzen können – ein Beitrag zur Reduktion des Individualverkehrs. Zudem wurden die sechs Naturparke sowie der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel stärker in das touristische Angebot eingebunden.

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Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner sieht darin einen klaren Auftrag: „Natur und Tourismus dürfen keine Gegensätze sein. Wir wollen Wertschöpfung ermöglichen, ohne unsere Landschaft aufs Spiel zu setzen.“ Auch Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann, der für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil einsprang, betonte, dass regionale Entwicklung künftig noch stärker an ökologische Kriterien geknüpft werde.
Burgenlands Beste: Auszeichnung für Gastronomie
Im Rahmen des Festakts wurden auch 23 burgenländische Gastro-Größen mit der Auszeichnung „Burgenlands Beste 2025“ geehrt. Dazu zählen Betriebe, die in den vergangenen beiden Jahren in renommierten Restaurantführern wie Gault&Millau, Guide Michelin oder Falstaff Erfolge einfahren konnten.