Werbung fürs Wohnpaket führte den Bundeskanzler ins Baustoff-Center

Präsentation bei „BauWelt

800 neue Wohneinheiten verspricht das Baupaket des Bundes für das Burgenland. Vorgestellt wurden die Zuschüsse für die Länder und der „Handwerkerbonus plus“ jetzt auch in Mattersburg: Bundeskanzler Karl Nehammer besuchte dazu zusammen mit ÖVP-Obmann Christian Sagartz die „BauWelt Koch“.

Von APA

Präsentation bei "BauWelt Koch" in Mattersburg. Bundeskanzler Karl Nehammer mit Chefin Michaela Koch, Geschäftsführer Baustoffe Günther Klingbacher und ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz (v.l.).

Präsentation bei "BauWelt Koch" in Mattersburg. Bundeskanzler Karl Nehammer mit Chefin Michaela Koch, Geschäftsführer Baustoffe Günther Klingbacher und ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz (v.l.).

© Richard Vogler

Unter dem Namen „Wohn- und Eigentumsoffensive“ ist das Paket der türkis-grünen Bundesregierung schon beschlossene Sache. Durch den Zweckzuschuss sollen in ganz Österreich 10.000 neue Eigentumswohnungen und 10.000 neue Mietwohneinheiten im Neubau geschaffen und rund 5.000 Wohneinheiten saniert werden. Für das Burgenland bedeute dies 800 neue Wohneinheiten, kündigte Bundeskanzler Karl Nehammr beim Pressetermin im Baustoffcenter an.

Das Wohnpaket sei beschlossen worden, um die Bauwirtschaft anzukurbeln und leistbaren Wohnraum zu ermöglichen. Die Gemeinnützigkeit werde gefördert, „damit leistbares Wohnen Realität werden kann“, erklärte Nehammer.

Werbung fürs Wohnpaket führte den Bundeskanzler ins Baustoff-Center

© Richard Vogler

Bei der Wohnbauoffensive ließen sich für jedes Bundesland die zusätzlichen Einheiten herunterbrechen. Für das Burgenland sollen es die besagten 800 sein - im Neubau davon rund 300 Wohneinheiten im Eigentum und 300 in der Miete, sowie rund 180 zusätzliche sanierte Einheiten. Der „Handwerkerbonus plus“ wiederum gilt als Anreiz, etwa aufgeschobene Reparaturen oder Sanierungen nun vorzunehmen.

„Das Paket kommt goldrichtig“, und habe für das Burgenland merklich Auswirkungen, meinte auch Landesparteiobmann Christian Sagartz. „Jene, die fleißig arbeiten, sollen die Chance bekommen, sich etwas zu schaffen“, so Sagartz.

Werbung fürs Wohnpaket führte den Bundeskanzler ins Baustoff-Center

© Richard Vogler

Kritik übte hingegen SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner, der das Wohnpaket des Bundes als „Mogelpackung“ bezeichnete: Bei einer Vergabe der Darlehen durch das Land, trage dieses das Risiko des Kreditausfalls des Fördernehmers, so Dorner. Nehammer erklärte dazu, dass man den Menschen rasch helfen wolle und dies am besten gehe, indem man den Föderalismus nutzt. Der Bund trage die Mehrkosten, so der Kanzler, der hofft, „dass die Landesregierung von der Möglichkeit Gebrauch macht“.

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© Richard Vogler

Infos zum „Handwerkerbonus plus“

Der Handwerkerbonus läuft rückwirkend mit 1. März und bis Ende 2025; er bietet die Möglichkeit, 20 Prozent der Arbeitskosten zurückbekommen. Für 2024 gilt eine Förderobergrenze von 2.000 Euro pro Person und pro Wohneinheit. Im Jahr 2025 gibt es eine Obergrenze von 1.500 Euro pro Person und Wohneinheit.

Bundesweit stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung. Die Beantragung erfolgt ab dem 15. Juli online unter: www.handwerkerbonus.gv.at

Auch seitens des Landes Burgenland und der Wirtschaftskammer wird eine Neuauflage des Handwerkerbonus angeboten. Gefördert werden 25 Prozent der Arbeitsleistung ohne Umsatzsteuer (maximal 7.000 Euro). Bei der Durchführung von Maßnahmen, die der nachweisbaren Steigerung der Energieeffizienz oder der Senkung des Energieverbrauchs dienen, sind es 25 Prozent der Kosten für Arbeit und Material (maximal 10.000 Euro). Infos auf www.burgenland.at