ÖVP setzt bei Nationalratswahl auf die Vorzugsstimmen

Wahlkampf-Vorbereitungen

Zum Finale des EU-Wahlkampfs, das die ÖVP am 24. Mai in Oberwart einläutet, gaben Parteichef Christian Sagartz und Geschäftsführer Patrik Fazekas einen Ausblick auf die Nationalratswahl: Mitte Juni werden die burgenländischen Kandidatinnen und Kandidaten fixiert. Wer die meisten Vorzugsstimmen sammelt, ist im Rennen um ein Mandat.

Von Wolfgang Millendorfer

"Der laufende Wahlkampf ist immer der wichtigste." ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas und Landesparteiobmann Christian Sagartz.

"Der laufende Wahlkampf ist immer der wichtigste." ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas und Landesparteiobmann Christian Sagartz.

© Wolfgang Millendorfer

Den Fahrplan für die kommenden Monate gaben ÖVP-Chef Sagartz und Landesgeschäftsführer Fazekas im Anschluss an eine Sitzung des Landesparteivorstandes bekannt. Wie berichtet, steht am Freitag nächster Woche zunächst der Auftakt zur Intensiv-Phase im EU-Wahlkampf auf dem Programm: Mit Kanzler Karl Nehammer, Spitzenkandidat Reinhold Lopatka und bis zu 1.000 Gästen wird in der Messehalle Oberwart der bundesweite Startschuss zum Finale gegeben.

Auch im „Superwahljahr“ hält es die burgenländische Volkspartei so, „dass der aktuelle Wahlkampf immer der wichtigste ist“, erinnerte Christian Sagartz. Die Vorarbeit läuft aber auch schon für die Nationalratswahl im Herbst: Bei Konventen am 10. und 11. Juni werden die Listen für die Wahlkreise Süd und Nord fixiert, kündigte Geschäftsführer Patrik Fazekas an; am 17. Juni fällt die Entscheidung für die Landesliste zur Nationalratswahl.

Dabei hat sich die Landes-VÖP für ein offenes Vorzugsstimmensystem entschieden. Das bedeutet soviel wie: Die Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen haben die besten Chancen auf ein Mandat. Die Wünsche der burgenländischen Volkspartei werde man auch in die Listenerstellung auf Bundesebene einfließen lassen, wurde versichert.

Sagartz: Zwischenbilanz zu den „Burgenland-Gesprächen“

Parallel dazu ist der Parteichef nach wie vor in allen Regionen des Landes unterwegs: 70 Gemeinden hat Christian Sagartz im Rahmen seiner „Burgenland-Tour“ bereits besucht, und die Tour geht weiter. Das sei eine „intensive Zeit“, wie der ÖVP-Chef sagt: „Man muss zuhören können, man muss sich Ideen stellen und auch gefallen lassen, dass Menschen vielleicht ihren Frust ablassen.“

Sagartz geht’s bei den Gesprächen um die vielfach zitierte „Richtungsfrage“, wie er mit Blick auf die absolute SPÖ-Mehrheit im Land wiederholte. Unter anderem bleibt er bei seiner Kritik am Weg der Landesregierung, etwa was die landeseigenen Unternehmen angeht.

Auf die wiederholte Frage nach seiner Rückkehr in den Landtag - bekanntlich tritt der Noch-EU-Parlamentarier bei der Europawahl nicht mehr an - erinnerte Sagartz daran, dass er die nächsten konkreten Schritte noch vor dem Sommer bekanntgeben will. Von einer „Rückkehr“ will er auch nicht sprechen, „als jemand, der sich seit seiner frühesten Jugend in der Landespolitik bewegt und gerade eine Tour durchs Land macht“, meinte Sagartz abschließend.