Obstkulturen im Südburgenland in Gefahr

Die Kaltluft bringt Frostgefahr bei Obstkulturen mit sich: Erste Schäden im Südburgenland sind bereits enorm.

Erstellt am 02. April 2020 | 05:39
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Frostschutzberegnung beim Obstgut Nikles in Kukmirn.
Foto: Nikles

Ende März kam es zu einigen Frostnächten im Südburgenland. Ein Drama für die Obstbauern, die sich zwar mit Frostschutzberegnung helfen könnten, diese aber aufgrund des Windes und der hohen Luftfeuchtigkeit nicht immer einsetzen können. Durch den Frost werden die bereits aufgeblühten Blüten geschädigt, was zu einem Ausfall der Ernte führt.

„In der ersten Frostnacht konnten wir rund sechs Hektar mit der Frostschutzberegnung vor einem großen Schaden schützen, aber in den kalten Nächten in dieser Woche ist uns ein enormer Schaden entstanden“, erklärt Helene Nikles, die mit ihrer Familie insgesamt 30 Hektar Obstgärten in Kukmirn bewirtschaftet. Ganz besonders schlimm ist der Schaden bei den Marillen, „da dürften 90 Prozent kaputt sein“, so Nikles. Ähnlich ist die Situation auch bei den frühen Apfelsorten. Seitens der Landwirtschaftskammer hieß es dazu, dass nach den ersten Besichtigungen die Schäden bei Marillen, Pfirsiche, Kirschen und teilweise Äpfeln enorm sind. Beziffern könne man den Schaden noch nicht, denn „in den nächsten Tagen kann es erneut zu kalten Nächten kommen, die die restlichen Kulturen noch schädigen können“, erklärt auch Helene Nikles.

Weniger betroffen von Frostschäden ist der Weinbau, denn es sind noch keine empfindlichen grünen Triebanlagen sichtbar, somit kann für diese Kultur derzeit Entwarnung gegeben werden.