Ein Jahr vor der Gemeinderatswahl 2027 gibt es im Bezirk Güssing zahlreiche personelle Veränderungen. Mehrere langjährige Bürgermeister geben ihre Ämter ab, andere lassen ihre politische Zukunft noch offen. Auch in der Bezirkshauptstadt hat ein neuer Bürgermeister die Arbeit aufgenommen.
Wenn alle gleichzeitig zur Schule wollen
Schulbeginn
Der Schulbeginn naht und bringt auch den morgendlichen Verkehr rund um die Schulen zurück. Eine landesweite Erhebung zeigt jetzt, wie Burgenlands Schüler:innen unterwegs sind und warum gerade die letzten Meter vor der Schule entscheidend sind.
Vor der Umsetzung wurde das Verkehrskonzept im Stadtamt eingehend besprochen und es hat sich bewährt.
© Stadtamt Güssing, Christian Keglovits
Güssing Busse kommen an, Eltern bringen ihre Kinder, Schüler überqueren Straßen oder legen die letzten Meter zu Fuß zurück. Mit dem Schulbeginn wird dieses Bild auch in Güssing wieder zum Alltag. Wie die burgenländischen Schüler tatsächlich unterwegs sind, zeigt eine aktuelle Erhebung des Landes. Mehr als 4.000 Schüler an über 30 Schulen wurden befragt. 65 Prozent kommen regelmäßig mit dem Bus zur Schule, fast 20 Prozent werden mit dem Auto gebracht oder fahren selbst, etwas mehr als zehn Prozent kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. „Ein sicherer und gut organisierter Schulweg schafft Selbstständigkeit, reduziert das Verkehrsaufkommen rund um die Schule und ermöglicht einen zukunftsorientierten Start in den Schultag“, sagt Verkehrslandesrat Heinrich Dorner.
Kritisch kann es unmittelbar vor den Schulen werden. Wenn viele Eltern gleichzeitig möglichst nahe zum Eingang fahren, sorgen haltende und wendende Fahrzeuge für unübersichtliche Situationen. Gehwege und Zufahrten werden blockiert, Kinder zwischen Autos schlechter gesehen. „Gute Busverbindungen, verständliche Informationen für Schülerinnen und Schüler und Eltern sowie geeignete Bring- und Abholzonen außerhalb des unmittelbaren Eingangsbereichs können das Verkehrsaufkommen vor Schulen deutlich reduzieren“, sagt Dorner.
In Güssing bekommt das Thema durch den Bildungscampus zusätzliche Bedeutung. Wo viele Kinder an einem Standort zusammenkommen, spielt auch die Verkehrsorganisation eine wichtige Rolle. Dafür gibt es eine Kiss-and-Go-Zone: „Eine konkrete Maßnahme, die sich daraus ergeben hat, ist die Einrichtung einer sogenannten ’Kiss & Go-Zone’ auf dem großen Parkplatz neben der Mittelschule ab Schulbeginn. Dort können Eltern mit dem Auto halten, um ihre Kinder gefahrlos ein‐ und aussteigen zu lassen“, sagt Bürgermeister Knor. Auf dem großen Parkplatz ist es problemlos möglich, das Auto zu wenden, ohne den Verkehr zu behindern. Und damit ist auch sichergestellt, dass die Kinder direkt auf der Seite des Schulgebäudes aussteigen können und keine Straße überqueren müssen.
Die Erhebung des Landes zeigt aber auch, dass die Busanreise am Morgen sehr gut funktioniert. Nach dem Nachmittagsunterricht gibt es allerdings teilweise weniger Verbindungen und längere Wartezeiten. Verbesserungen sollen gemeinsam mit Schulen, Gemeinden und Verkehrsbetrieben geprüft werden. Dabei geht es unter anderem um mögliche Anpassungen bei den Nachmittagsverbindungen, eine bessere Abstimmung von Unterrichts- und Abfahrtszeiten sowie klarere Informationen an den Haltestellen.
Die Ergebnisse werden nun für die einzelnen Schulstandorte ausgewertet und mögliche Maßnahmen mit den jeweils zuständigen Stellen genau abgestimmt.