Oberpullendorfer Rathaus als Tor zur Vergangenheit

Archäologie-Tagung

Der Verein EXORATA rund um Manuela Thurner lud am Samstag aus Anlass des 40. Todestages des Heimatforschers Josef Polatschek, dem hunderte Fundmeldungen im Burgenland und die Wahrnehmung des Mittelburgenlandes als Eisenindustriezentrum vergangener Zeiten zu verdanken sind, zu einer Tagung ins Rathaus von Polatscheks Heimatstadt.

Von Michaela Grabner

Organisatorin Manuela Thurner (2.v.r.) konnte eine Reihe von Experten als Referentinnen und Referenten (nicht alle im Bild) für die 1. EXORATA-Tagung gewinnen. Auch Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer, Bürgermeister Johann Heisz, Vizebürgermeisterin Christina Köppel und Kulturstadträtin Eva Maria Kneisz mischten sich unter die interessierten Tagungsteilnehmer.

Organisatorin Manuela Thurner (2.v.r.) konnte eine Reihe von Experten als Referentinnen und Referenten (nicht alle im Bild) für die 1. EXORATA-Tagung gewinnen. Auch Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer, Bürgermeister Johann Heisz, Vizebürgermeisterin Christina Köppel und Kulturstadträtin Eva Maria Kneisz mischten sich unter die interessierten Tagungsteilnehmer.

© Michaela Grabner

Ziel dieser Tagung, die sich an Wissenschaftler und geschichtsinteressierte Laien gleichermaßen richtete, war es, Archäologie nach außen hin sichtbar zu machen und gemeinsam die Vergangenheit zu besprechen und zu diskutieren.

Neue und alte Grabungen, Fundmaterialien aus 8.000 Jahren Menschheitsgeschichte sowie Forschungen über Eisen, Münzen und Keramik wurden präsentiert sowie aktuelle Archäologieprojekte auf burgenländischem Boden vorgestellt. Eine Vielzahl unterschiedlicher Archäologen, aber auch Fachleute aus verwandten Disziplinen hielten Referate.

Nach Begrüßungsworten von Bürgermeister Johann Heisz und Landtagsabgeordneter Elisabeth Trummer sprachen Organisatorin Manuela Thurner und Sigrid Strohschneider-Laue zur Einführung in die Tagung über Josef Polatschek und sein Vermächtnis für die Archäologie im Burgenland. Polatschek, der in Mitterpullendorf einen Gartenbaubetrieb führte, war über die Höhlenforschung in Kontakt mit dem Landesmuseum gekommen, für welches er dann lange Jahre als ehrenamtlicher Mitarbeiter tätig gewesen ist.

Rund 3.000 archäologische Fundstellen mit Funden von der Steinzeit bis ins Mittelalter sowie über 1.300 detaillierte Fundberichte mit Lageskizzen sind seinem Engagement zu verdanken. Polatschek hat dem Landesmuseum rund 4.000 Pakete mit Fundstücken übergeben, darunter auch die aus der Steinzeit datierende Venus von Unterpullendorf.