Raus aus Behörde und Landhaus, rein in den Garten

Grüne Oase

Wenn Bezirkshauptmann Klaus Trummer gerade nicht in seinem Büro sitzt und Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer in politischer Mission unterwegs ist, dann trifft man das Ehepaar zumeist im gemeinsamen Garten.

Von Michaela Grabner

Faible für Exoten. Rund 200 Früchte trägt die Kiwi-Pflanze der Trummers, die auf Natur im Garten Wert legen. „Bei uns gibt es kein Unkrautvernichtungsmittel und es wird nichts gespritzt“, so Klaus und Elisabeth Trummer.

Faible für Exoten. Rund 200 Früchte trägt die Kiwi-Pflanze der Trummers, die auf Natur im Garten Wert legen. „Bei uns gibt es kein Unkrautvernichtungsmittel und es wird nichts gespritzt“, so Klaus und Elisabeth Trummer.

© Michaela Grabner

Orangenblütenstrauch, Chilenische Küstentanne, Säulenahorn, Liebesperlenstrauch, Gelber Essigbaum, Schneeflockenstrauch, Taschentuchbaum, spanische Tanne, Sieben Söhne des Himmels-Strauch und Tulpenbaum. Was wie die Auflistung der Pflanzenarten eines botanischen Gartens klingt, sind nur einige der Exoten, die im Garten der Familie Trummer in Oberpullendorf wachsen.

Bezirkshauptmann Klaus Trummer und seine Gattin Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer haben ein Faible für exotische Pflanzen. „Der Ginko war der erste Exote. Den haben wir vor über 30 Jahren gekauft. Damals hatte er die Größe einer Topfpflanze. Mittlerweile ist er mehr als zehn Meter hoch“, schildern die Trummers.

Ihr Garten ist so angelegt, dass immer etwas blüht, von der Ramblerrose, die in die Krone des Nussbaums geklettert ist und dort im Frühsommer in lila- und rosafarbenen Blüten explodiert bis zur Mahonie, die sonnengelbe Blüten ins Weiß und Grau des Winters setzt.

Raus aus Behörde und Landhaus, rein in den Garten

© Michaela Grabner

Doch der Garten der Trummers ist nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für den Gaumen. Es gibt eine eigene Ecke, in der verschiedenes Gemüse und die unterschiedlichsten Kräuter gedeihen. „Im Sommer gehen wir raus in den Garten und schauen, was es gibt. Danach kochen wir. Es gibt bei uns zu Mittag immer Essen, der, der von uns beiden zu Hause ist, kocht. Wir backen auch selbst Brot“, erzählen die Trummers.

Für die gesunde Mahlzeit zwischendurch oder die tägliche Dosis Vitamine darf es dann auch mal Obst aus dem eigenen Garten sein. Auch da gibt es bei Trummers neben Ringlotten den einen oder anderen Exoten aus eigenem Anbau, wie Kiwis, Kumoi (Nashi-Birne aus Asien) oder Kaki, die orangefarbene Frucht des Kakibaums. „Wenn die Früchte reif sind, sieht es aus als hätten wir einen Baum mit lauter Tomaten“, schildert Klaus Trummer. Und beweist auch da seine jahrelange Erfahrung im botanischen Bereich. „Die Früchte müssen einmal frieren dann schmecken sie süß, ohne das schmecken sie wie abgestandene Socken.“

Raus aus Behörde und Landhaus, rein in den Garten

© Michaela Grabner

Vor allem im Sommer verbringen die Trummers jede freie Minute in ihrem Garten. „Wenn man im Garten arbeitet, denkt man an nichts, man bekommt den Kopf frei“, schildert Klaus Trummer. Und seine Frau Elisabeth ergänzt: „Man kann den Garten genießen, auch wenn man aktiv ist und nicht oft sitzen kann. Der Garten ist Lebensqualität, Rückzugsort und Entspannung.“