Neue Hotel-Bar und Lobby verbinden modernes Design, Genuss und Begegnung.
Suche nach Massengrab in Rechnitz soll weitergehen
80 Jahre danach
Die Suche nach dem Massengrab der in der Nacht auf 25. März 1945 von NS-Funktionären erschossenen 180 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter in Rechnitz (Bezirk Oberwart) soll weitergehen - auch 80 Jahre danach. Darin sind sich die Initiative RE.F.U.G.I.U.S und das Land Burgenland einig.
Symbolbild
© Weingartner-Foto, Weingartner-Foto
Das Land hat dafür eine Task Force gegründet, die noch einmal die vorhandenen Daten durchforstet. "Das Thema wird nicht zu den Akten gelegt", sagte RE.F.U.G.I.U.S-Vorsitzender Paul Gulda zur APA.
Die Technologie werde laufend besser, wovon auch die Suche in Rechnitz profitieren könnte, meinte Gulda. "Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass der Fund gemacht wird." Grabungen haben seit dem Rückzug des Bundesdenkmalamtes 2021 zwar nicht mehr stattgefunden, könnten aber in Zukunft wieder aufgenommen werden. Mit dem Land habe man einen neuen Treiber gefunden, so Gulda.
Bundesdenkmalamt: Alle verfügbaren Quellen überprüft
Nach den Gräbern wird schon seit 1969 mit verschiedensten Methoden gesucht, gefunden wurden sie bis dato aber nicht. Das Bundesdenkmalamt hatte seine Suche 2021 mit der Begründung eingestellt, dass alle verfügbaren Quellen überprüft worden seien.
Zum Gedenken an das Massaker vor 80 Jahren hält RE.F.U.G.I.U.S am Sonntag beim Rechnitzer Kreuzstadl, in dessen Umfeld das Massengrab vermutet wird, einen Festakt ab. Schon am Samstag geht es bei einer Tagung um das Thema "Rechtsruck in Europa: Warum sind rechte Parteien so erfolgreich?".