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Relativ wenig Bewegung in Müllendorf
Gemeindeanalyse
Große und unerwartete Umbrüche blieben in Müllendorf aus. Die SPÖ liegt ziemlich genau im Landesschnitt, die ÖVP hatte hier die geringsten Verluste im Bezirk zu beklagen. Die FPÖ legte „nur“ 9,3 Prozent zu und überholte die Grünen - die mit 8,1 Prozent aber noch immer stärker dastehen als auf Landesebene.
Der Grüne Umweltgemeinderat Oliver Ertl und Bürgermeister Werner Huf (SPÖ) können beide mit dem Ergebnis ihrer Partei in Müllendorf zufrieden sein.
© zVg
Die SPÖ erreichte 47,48 Prozent (461 Stimmen) und bleibt mit Abstand die stärkste Kraft. Dennoch verlor sie 2,04 Prozentpunkte (-45 Stimmen) im Vergleich zu 2020. Im Landesergebnis liegt die SPÖ mit 46,38 Prozent leicht darunter. Rosemarie Harter holte auf Listenplatz neun im Wahlkreis 325 Vorzugsstimmen.
Die ÖVP kam auf 23,79 Prozent (231 Stimmen), was einem Verlust von 4,78 Prozentpunkten (-9 Stimmen) entspricht. Landesweit erzielte die ÖVP 21,98 Prozent und verlor 8,6 Prozent, in Müllendorf schnitt die Volkspartei also relativ stark ab. Wohl auch, weil Monika Teubenbacher-Schriefl als 18. der Landesliste und Vierte im Wahlkreis im Wahlkampf sehr aktiv war.
„Insgesamt habe ich 431 Stimmen bekommen, davon 149 in Müllendorf. Das sind doch 64,5% der ÖVP Stimmen, was mich sehr freut. Die ÖVP Müllendorf hat zwar auch Verluste einstecken müssen, wir hatten allerdings die geringsten Verluste des Bezirkes“, zieht die Vize-Bürgermeisterin zufrieden Bilanz.
© BVZ/Wagentristl
Die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln und erreichte 18,13 Prozent (176 Stimmen), ein Plus von 9,32 Prozentpunkten (+102 Stimmen). Dieser deutliche Zuwachs spiegelt den landesweiten Trend wider, wo die FPÖ mit 23,09 Prozent ebenfalls stark zulegen konnte.
Die Grünen verloren leicht und kamen auf 8,14 Prozent (79 Stimmen), ein Rückgang um 1,74 Prozentpunkte (-4 Stimmen). Im Landesergebnis liegen die Grünen mit 5,66 Prozent unter dem Ergebnis in Müllendorf, wo sie vergleichsweise stabil blieben. In Müllendorf stellen die Grünen mit Oliver Ertl nicht nur einen Gemeinderat, sondern ach den Sechsten im Wahlkreis und 30. der Landesliste stellen.
Die NEOS erzielten 1,75 Prozent (17 Stimmen), was einem Rückgang von 0,51 Prozentpunkten (-2 Stimmen) entspricht. Landesweit schnitten die NEOS mit 2,07 Prozent geringfügig besser ab. Erstmals trat die Liste HAUS an und erreichte 0,72 Prozent (7 Stimmen).
SPÖ: 47,5 Prozent (461 Stimmen; -2 Prozentpunkte)
ÖVP: 23,8 Prozent (231 Stimmen; -4,8 Prozentpunkte)
FPÖ: 18,1 Prozent (176 Stimmen; +9,3 Prozentpunkte)
GRÜNE: 8,1 Prozent (79 Stimmen; -1,7 Prozentpunkte)
NEOS: 1,8 Prozent (17 Stimmen; -0,5 Prozentpunkte)
HAUS: 0,7 Prozent (7 Stimmen; +0,7 Prozentpunkte)