Eisenstadt: Eine Würdigung der Burgenländischen Bohne

Stadtvilla Eisenstadt

Drei regionale Bohnensorten aus dem Burgenland wurden in die internationale „Slow Food Arche des Geschmacks“ aufgenommen. Gefeiert wird das mit einer Präsentation in der Stadtvilla Eisenstadt.

Von Markus Kaiser

Freuten sich über eine restlos und randvoll gefüllte Stadtvilla bei ihren Vorträgen rund um die Bohne: „Kräuterhexe“ Uschi Zezelitsch, Kerstin Rohrer von Slow Food Burgenland, Roland Pöttschacher von Bohna Vista / Initiative Ponzichter, Michaela Arndorfer - ARCHE NOAH und Marion Mangeng - Slow Food Österreich.

Freuten sich über eine restlos und randvoll gefüllte Stadtvilla bei ihren Vorträgen rund um die Bohne: „Kräuterhexe“ Uschi Zezelitsch, Kerstin Rohrer von Slow Food Burgenland, Roland Pöttschacher von Bohna Vista / Initiative Ponzichter, Michaela Arndorfer - ARCHE NOAH und Marion Mangeng - Slow Food Österreich.

© BVZ/Kaiser

Die burgenländische Bohne erlebt einen echten Höhenflug: Am 10. Oktober wurde sie in der Stadtvilla Eisenstadt im Rahmen einer Präsentation mit Fachvorträgen und Kulinarik gefeiert. Anlass ist die Aufnahme von gleich drei heimischen Sorten in die renommierte „Slow Food Arche des Geschmacks“. Damit werden Produkte ausgezeichnet, die für die Kultur und Geschichte einer Region von besonderer Bedeutung sind.

Drei Sorten ausgezeichnet

Zu den anerkannten Bohnensorten zählen die Rosalia Rot-Weiß Gescheckte, die Loipersbacher Rindsuppebohne und die Ödenburger Sechswochenbohne. Jede von ihnen hat über Generationen hinweg einen festen Platz in der regionalen Landwirtschaft und Küche gefunden. „Mit dieser Anerkennung eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Bohne als burgenländisches Kulturgut sichtbarer zu machen und weiterzuentwickeln“, erklärt Roland Pöttschacher vom Bohna Vista local hub.

Pöttschacher, Lebensmitteltechnologe aus Loipersbach, beschäftigt sich bereits seit 2017 intensiv mit alten Bohnensorten. Gemeinsam mit Uschi Zezelitsch und Bio-Bauer Harald Strassner gründete er 2021 die Interessensgemeinschaft Bohna Vista, die sich der Bewahrung und Weiterentwicklung regionaler Bohnentraditionen widmet.

Zusammenarbeit mit Slow Food

Die Kooperation mit der Slow Food Stiftung für Biodiversität ist ein wichtiger Schritt für die Initiative. „Ein bedeutender Beitrag wird durch die Bewahrung des überlieferten Wissens rund um die Kultivierung der Bohnen geleistet, um die Vielfalt und Biodiversität der Region zu erhalten“, betont Kerstin Rohrer von Slow Food Burgenland.

Eisenstadt: Eine Würdigung der Burgenländischen Bohne

© BVZ/Kaiser

Die Anerkennung ist nicht nur eine Würdigung der Vergangenheit, sondern auch ein Signal für die Zukunft: Die Bohne gilt als nachhaltige und schmackhafte Eiweißquelle – ein Symbol für bewusste Ernährung und regionale Wertschätzung.

Pannoneum zeigte, was die Bohne kann

Bei der Veranstaltung am vergangenen Freitag in der Stadtvilla Eisenstadt konnten Besucherinnen und Besucher mehr über die „neuen Arche-Passagiere“ erfahren. Neben Vorträge zu Themen wie Anbau, Saatgutmanagement und Verarbeitung stand auch eine Verkostung verschiedener Bohnenrezepte durch das Pannoneum Neusiedl im Salettl der Stadtvilla am Programm.