In der Oberen Hauptstraße in Gols wächst derzeit ein neues Wohnprojekt der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.
„Falscher Polizist“ am Telefon erbeutete Schmuck und Golddukaten
Bezirk Neusiedl
Erneut ist ein „falscher Polizist" im Bezirk Neusiedl am See erfolgreich gewesen: Am gestrigen Donnerstag erbeutete ein Betrüger von einem über 80-jährigen Mann Schmuck und Golddukaten in einem unteren fünfstelligen Eurobetrag.
Ein „falscher Polizist“ erbeutete Schmuck und Golddukaten von einem 80-Jährigen Mann im Bezirk Neusiedl.
© NOEN, NOEN
Gegen Mittag hatte der Mann einen Anruf von einer unbekannten männlichen Person erhalten, die sich als Polizist aus Deutschland ausgab. Der Anrufer erzählte ihm, seine Tochter habe einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht und sei deshalb festgenommen worden. Durch die Übergabe einer Kaution in Form von Wertsachen wie Schmuck und Goldmünzen könne eine sofortige Freilassung erwirkt werden. Wenig später holte ein unbekannter Mann auf einem Fahrrad die Wertgegenstände beim Opfer zu Hause ab. Erst danach erstattete der Mann Anzeige. Die Erhebungen laufen.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrügereien. Beim sogenannten Polizistentrick rufen unbekannte Täter in der Regel ältere Personen an und geben sich als Kriminalbeamte aus. In einer Variante behaupten sie, eine Einbrecherbande treibe in der Umgebung ihr Unwesen; um Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen, sollen diese der „Polizei" zur Verwahrung übergeben werden. Ein Treffen zur Übergabe wird organisiert, abgeholt wird von der Anruferin oder dem Anrufer selbst oder von einer Komplizin oder einem Komplizen.
Eine weitere Form ist der Kautionsbetrug: Hier wird dem Opfer mitgeteilt, ein naher Angehöriger habe einen Unfall mit Verletzten verursacht und müsse durch die Zahlung einer Kaution vor dem Gefängnis bewahrt werden. Auch dieses Geld wird vom Anrufer oder einer Mittäterin beziehungsweise einem Mittäter abgeholt.
Die Polizei rät, keinesfalls persönliche Daten bekanntzugeben oder Geld beziehungsweise Wertgegenstände zu übergeben. Im Zweifel soll die Polizei unter der Telefonnummer 059133 kontaktiert werden. Nähere Informationen finden sich auch auf der Website des Bundeskriminalamtes (www.bundeskriminalamt.at).