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FPÖ startet ihre Kampagne zum „Familienjahr 2024“ mit vier Forderungen
Blauer Themenschwerpunkt
Zu den bereits bekannten Vorschlägen eines „Müttergehalts“ und kostenloser Tagesbetreuung kommen weitere Forderungen: Kostenlos soll auch das Essen in Betreuungseinrichtungen sein, und für Häuslbauer einen „Kinderbonus“ von 20.000 Euro. Wie das gelingen soll, erklärten FPÖ-Chef Alexander Petschnig und Co. zum Kampagnenstart. Am Rande wurde auch über die Wahl-Spitzenkandidaten geredet - die sollen aber erst fixiert werden.
FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig, Klubobmann Hans Tschürtz, Landtagsabgeordneter Markus Wiesler (v.l.)
© Wolfgang Millendorfer
Das „familienfreundliche Bundesland mit besonderen Merkmalen“ soll das Burgenland laut den Freiheitlichen werden: Zusammengefasst werden die vier zentralen Vorschläge in der Kampagne zum „Familienjahr 2024“, die von Parteichef Alexander Petschnig, Klubobmann Hans Tschürtz und Abgeordnetem Markus Wiesler jetzt gestartet wurde.
Das von der FPÖ vorgeschlagene „Müttergehalt“ hat bereits in früheren Landtagssitzungen für Diskussionen gesorgt. Es gehe der FPÖ aber nicht um das Motto „Zurück an den Herd“, so wie es immer vorgeworfen werde, sondern vielmehr um den Aufruf „Zurück zum Kind“, erklärte Tschürtz in der Pressekonferenz zur Kampagne.
© Wolfgang Millendorfer
Konkret soll das „Gehalt“ für Mütter - und auch Väter - nach der FPÖ-Idee auf Basis des Mindestlohns von 2.200 Euro netto bis zum verpflichtenden Kindergartenjahr ausbezahlt werden und Sozial- wie Pensionsversicherung beinhalten. Die kostenlose Tagesbetreuung und kostenloses Essen für Kinder sieht Wiesler als weitere Entlastung in teuren Zeiten, auch im Hinblick auf höhere Preise bei Bio-Verpflegung in den Betreuungseinrichtungen.
Als ehemaliger Wirtschaftslandesrat und gelernter Finanzbeamter sieht Parteiobmann Alexander Petschnig die Umsetzung des sogenannten „Kindersteigerungsbetrages“ durchaus realistisch: Mit ihrem Vorschlag meint die FPÖ einen Bonus von bis zu 20.000 Euro pro Kind, der an Wohnbaufördernehmer ausbezahlt werden soll, dabei orientiert man sich an einem Modell aus Salzburg. Ihre Forderungen zum blauen „Jahr der Familie“ wollen die drei Abgeordneten jetzt im Landtag untermauern.
Der FPÖ ist es noch zu früh für den Spitzenkandidaten
Thema waren am Rande der Pressekonferenz auch die kommenden Nationalrats- und Landtagswahlen, genauer gesagt die Kandidatensuche. Da man sich in der FPÖ noch nicht endgültig festgelegt hat, erklärten Petschnig und Tschürtz, dass diese Fragen erst im März Thema im Parteivorstand sein werden: „Wir haben Anfang Februar und sehen keinen Grund, warum man sich schon so viel früher auf Kandidatenlisten festlegen sollte.“
Als Spitzenkandidat im Burgenland würden sowohl der jetzige Landesobmann als auch der Klubchef grundsätzlich zur Verfügung stehen. „Wenn die Partei das möchte“, sagte Tschürtz dazu. Petschnig fügte hinzu, dass es bei den Listen zu den einzelnen Wahlen aus freiheitlicher Sicht auch immer um „die beste Spielaufstellung“ gehe.