Beim traditionellen Rotweinherbst in Horitschon öffneten 13 renommierte Weingüter ihre Kellertüren.
Nachhaltiges Grillen: Doppel-Weltmeister Adi Matzek gibt Tipps
Grillsaison hat begonnen
Ein warmes Wochenende steht vor der Tür - in Niederösterreich werden die Griller angeheizt. Bei der Auswahl des Fleisch-Sortiments kritisieren Umweltorganisationen aber immer wieder, dass zu viel der Steaks und Co. aus dem Ausland kommt. Doppel-Grillweltmeister Adi Matzek gibt deshalb Tipps, wie man nachhaltig und energieeffizient durch die Saison kommt.
Adi Matzek
© H. Lehmann
Sobald die Temperaturen nach oben gehen, heizen viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ihre Griller wieder an. Wie grillt man, und wo kauft man am besten sein Fleisch, um beim Grillen möglichst nachhaltig zu handeln? Grill-Weltmeister Adi Matzek aus Niederösterreich hat Antworten darauf.
© Herbert Lehmann
Matzek aus Burgerwiesen (Bezirk Horn) ist internationaler Doppel-Grillweltmeister und hat dort auch seine eigene Grillschule. Sein Fleisch kauft er, wie er betont, ausschließlich aus Österreich: „Wir setzen auf das Gütesiegel mit garantiert österreichischer Herkunft, das auch Fleischfehler durch die Kontrollen ausschließt.“
Um möglichst nachhaltig und ressourcenschonend zu handeln, empfiehlt er, regional einzukaufen und beim Grillen vor allem für möglichst viele Personen auf einmal zu kochen: „Es wird also nur eine Energiequelle für acht bis zehn Menschen für die Speisenzubereitung verwendet - also nicht vier Energiequellen für je zwei Personen.“
Welche Art des Grillens ist am nachhaltigsten?
Kohle, Gas oder doch lieber Elektro? Bei der Art des Grillens gibt es mittlerweile viele verschiedene Techniken auf dem Markt. Oft scheiden sich dabei aber die Geister, welche nun die beste sei.
Grillweltmeister Adi Matzek betont, dass es sich beim Grillen ohnehin schon um eine nachhaltige Art des Kochens handelt: „Ich denke, dass Grillen generell eine nachhaltige Zubereitungsart ist, weil sich die Menschen dabei mehr mit den Lebensmitteln auseinandersetzen müssen als beim Kochen“, so der Profi. Das Grillen habe außerdem den Vorteil, dass man, außer man grillt mit Strom, unabhängig von Energiequellen ist und so autark Speisen zubereiten kann.
Bei der Zubereitung mit Holzkohle hat man laut dem Grillweltmeister die vermutlich ursprünglichste Form der Speisenzubereitung mit Emotion im Fokus, allerdings bestimmt die Kohle nach dem Entzünden das Zeitfenster der Speisenzubereitung, welches deutlich kleiner ausfällt als bei gasbetriebenen Grillgeräten.
Indirektes Grillen mit Gas ist besonders energieeffizient
Besonders energieeffizient sei aber vor allem das Grillen mit Gas. „Das indirekte Grillen vor allem mit Gas kann bei großen Teilstücken wie z.B. ganzen Braten besonders effizient verwendet werden, weil die Gaszufuhr schon abgedreht werden kann, bevor der Braten ganz fertig ist, die Speichermasse des Gasgrills noch genügend Wärme erzeugt, um den Braten zu vollenden und zusätzlich tut dies dem Braten noch besonders gut, weil er dadurch auch saftiger bleibt“, erklärt Matzek. Das Grillen mit Gas ähnelt somit dem Kochen auf einer Herdplatte am meisten.
Eine Alternative zum klassischen Fleisch-Grillen
Wer beim Grillen aber ganz auf Fleisch verzichten möchte, hat es oft nicht leicht. Entweder fehlen die Ideen, was man außer Zucchini und Grillkäse auf den Griller werfen kann, oder es scheitert an der Umsetzung, da die meisten Griller mit ihrer Beschichtung auf Fleisch ausgerichtet sind. Jedoch wäre es ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, das Grillwochenende einmal vegan oder vegetarisch zu gestalten.
Mit diesen sieben Tipps gelingt das Grillen nachhaltig
- Fleisch am besten regional kaufen.
- Beim Kauf auch darauf achten, dass das Fleisch aus Österreich kommt.
- Unbedingt gleich für mehrere Personen grillen, um Energie zu sparen.
- Für energieeffizientes Grillen einen Gasgrill nützen.
- Indirektes Grillen mit Gas lässt Braten besonders saftig werden.
- Auch einmal einen vegetarischen oder veganen Grilltag einlegen.
- Um dafür gut vorbereitet zu sein, einen Veggie-Grillkurs machen.