Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Wie läuft's mit Pfand und gelbem Sack?
Plastik & Dosen
Im Pfandsystem herrscht mehr Disziplin, als man anfangs vielleicht erhofft hat: Daher gibt's auch Schlangen im Supermarkt – und trotzdem gut gefüllte gelbe Säcke zuhause.
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Seit einem halben Jahr grassiert auch in den burgenländischen Haushalten das Sammelfieber, das kann man ohne Übertreibung so sagen: Einerseits gibt's für das Burgenland immer wieder Lob, wenn Recycling-Bilanzen anstehen, andererseits ist die Schlange vorm Rückgabe-Automaten ein mittlerweile wohlbekanntes Bild.
Das liegt vor allem auch daran, dass die Rückgabe-Quoten sehr hoch sind, sagt Christian Schriefl, Geschäftsführer der WK-Fachgruppe Lebensmittelhandel, „vielleicht hat man mit einem so hohen Rücklauf gar nicht gerechnet“. Bei kleineren Lebensmittelhändlern laufe die Automaten-Rückgabe problemfrei, in Supermärkten sei der Andrang groß.
Neues „Hobby“: Pfand-Sammlung
Ein „Problem“ kennen Konsumenten da wie dort: Flaschen und Dosen müssen leer, unzerdrückt und mit vollständig lesbarem Etikett abgegeben werden. Dass der Automat manchmal dennoch nicht reagiert, verlangt Geduld beim Kunden und technische Nachrüstung in den Märkten.
Auf den Start des Einwegpfand-Systems habe man sich intensiv vorbereitet, heißt es in einer Stellungahme der Rewe-Gruppe, habe es sich doch um „eine der größten Umstellungen der vergangenen Jahre“ gehandelt – für Produzenten, Händler und Konsumenten gleichermaßen. Insgesamt sei man gut aufgestellt und mit der bisherigen Entwicklung zufrieden: „Punktuell kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Automaten Probleme bereiten – diese werden selbstverständlich so rasch wie möglich behoben.“

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Und: Man arbeite laufend daran, „die Rückgabe für Kunden und Kundinnen so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten“. An der technischen Optimierung werde ebenso gearbeitet, wie etwa bei der Erkennung von Etiketten. Zusätzlich werde kleineren Betrieben im Burgenland angeboten, Filialen als Rückgabestellen zu nutzen, als Beitrag zur Entlastung.
Im Burgenland hat man die Rückgabe-Quote von mehr als zwei Millionen Gebinden schon überschritten; genaue Zahlen gibt es mit der nächsten Bilanz. Selbiges gilt für den übrigen Plastik- und Verpackungsmüll im gelben Sack: Ob durch die neue Regelung, dass auch leere Konservendosen hier entsorgt werden, ein Mehraufwand in der Aufbereitung anfällt, kann noch nicht bestätigt werden.
Beim Umweltdienst Burgenland als Tochter des Müllverbandes läuft die Abholung des gelben Sacks jedenfalls wie gehabt. Für die Sortierung und das Recycling sind die VKS (Verpackungskoordinierungsstelle) und ihre Partner zuständig.