Mit Helmut Pichler zum Amazonas und in die Anden

Foto- und Videovortrag

Am Samstag nahm Helmut Pichler die Gäste mit auf eine Reise nach Südamerika.

Von Elisabeth Tritremmel

Martinivereins-Obmann Hannes Thiesz und Bürgermeister Jürgen Karall freuten sich, dass Helmut Pichler wieder in Markt St. Martin zu Gast war.

Martinivereins-Obmann Hannes Thiesz und Bürgermeister Jürgen Karall freuten sich, dass Helmut Pichler wieder in Markt St. Martin zu Gast war.

© Elisabeth Tritremmel

Abenteurer Helmut Pichler war am Samstag wieder auf Einladung des Martinivereins zu Gast in Markt St. Martin. Vereinsobmann Hannes Thiesz freute sich mit ihm über die vielen Gäste und meinte: „Es freut mich, dass wir hier gemeinsam ein Stück die Abenteuer nachvollziehen können, die Helmut Pichler auf die Leinwand bringt."

Pichler ist seit 45 Jahren unterwegs und hat schon über 160 Länder besucht. Gerade ist er aus Westafrika zurückgekehrt, als nächstes geht es nach Bhutan.

In Markt St. Martin erzählte er von seiner Reise nach Südamerika, er besuchte die Länder Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru.

Bereits die Anreise war unvorgesehenermaßen abenteuerlich - durch den brennenden Regenwald konnte das Flugzeug, mit dem Helmut Pichler reiste, nicht in Bolivien landen, sondern legte eine Notlandung in Peru hin.

Pichler war einen Monat im Amazonasgebiet unterwegs, dabei gab es nur einziges Mal einen Regentag. Eigentlich wollte er mit dem Boot in den Dschungel fahren - jedoch gab es zu wenig Wasser. Im Dschungel angekommen, war der Abenteurer aus Gosau auch bei einem Stamm zu Gast, bei dem die Frauen nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch Affenbabys großziehen.

Auch andere interessante Fakten erläuterte er: kaum einer der Gäste schätzte etwa, dass es 1.200 Bananenarten gibt - wobei 400 davon für den Menschen essbar sind.

Der Amazonas beherbergt 2.500 Tierarten - von Anakondas, Jaguaren und Piranhas bis zu Flussdelfinen und Tukanen. Pichler berichtete unter anderem von den Faultieren, die sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 0,25 Kilometern pro Stunde fortbewegen. „Ins Radar kommen sie damit nicht", schmunzelte er.

Es gab auch eine Begegnung mit Vogelspinnen, die Pichler lakonisch mit „Es ist schon komisch, wenn einem eine Spinne mit dem Bein ins Auge fährt" kommentierte, eine Delfinfütterung oder auch ein ganz besonderes Menü, das aus Maden bestand. "Wenn jemand nobel ist, dann werden sie vorher gewaschen, ich wollte sie aber natur haben", erzählte er dem Publikum. Und er gab den wertvollen Tipp, dass man den Maden am besten zuerst den Kopf abbeißen sollte - denn sonst könnte es nach dem Schlucken sein, dass sie den Weg zurück finden.