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Passionsspielgemeinde mit rotem Plus
Gemeindeanalyse
Die Landtagswahl 2025 hat auch in der Gemeinde St. Margarethen deutliche Veränderungen gebracht. Während die SPÖ ihre Position als stärkste Kraft behauptet, musste die ÖVP empfindliche Verluste hinnehmen, und die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil erheblich steigern.
Vize-Bürgermeister Christian Schriefl und Bürgermeister Eduard Scheuhammer (v.l.) mussten ein Minus ihrer ÖVP von 10,3 Prozent in St. Margarethen hinnehmen. Jürgen Jakob (r.) und die SPÖ freuen sich über ein Plus von 1,2 Prozent.
© BVZ/Wagentristl
Die SPÖ erreichte in St. Margarethen 40,12 Prozent der Stimmen und bleibt mit 747 Stimmen weiterhin unangefochten an der Spitze. Im Vergleich zur Wahl 2020 bedeutet das - gegen den Landestrend - sogar ein zartes Plus von 1,17 Prozentpunkten.
Die ÖVP, die 2019 noch 38,17 Prozent erreichte, verzeichnete deutliche Verluste. Mit 27,87 Prozent und 519 Stimmen verlor die Partei rund 10,30 Prozentpunkte.
Dagegen konnte die FPÖ massiv zulegen. Sie erzielte 21,21 Prozent und 395 Stimmen, was einem Zuwachs von 9,02 Prozentpunkten entspricht.
Die GRÜNEN büßten leicht an Zustimmung ein. Mit 6,18 Prozent und 115 Stimmen verloren sie 2,06 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl.
Auch die NEOS konnten mit 2,90 Prozent und 54 Stimmen nur einen geringen Zuwachs von 1,29 Prozentpunkten verzeichnen.
Die erstmals antretende Liste HAUS erhielt 1,72 Prozent und 32 Stimmen und schneidet damit deutlich stärker ab als im Landesschnitt. Mit Herbert Unger stand dort auch ein ehemalige FPÖ-Gemeinderat aus St. Margarethen auf der Wahlkreisliste.
Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei beachtlichen 79,91 Prozent, ein Anstieg um 3,01 Prozentpunkte gegenüber 2020. Von den 1.878 abgegebenen Stimmen waren 16 ungültig, sodass 1.862 Stimmen in die Wertung einflossen.
Mit diesem Ergebnis verteidigt die SPÖ ihren ersten Platz bei der Landtagswahl in St. Margarethen nicht nur, sondern baut den Vorsprung auf die zweitplatzierte ÖVP auf 12,2 Prozent aus. Vom Absturz der ÖVP profitiert vor allem die FPÖ, aber die drei kleineren Parteien schnitten stärker ab als im Landesschnitt - im Fall der Grünen allerdings mit einem Minus von 2 Prozent.
SPÖ: 40,1 Prozent (747 Stimmen; +1,2 Prozentpunkte)
ÖVP: 27,9 Prozent (519 Stimmen; -10,3 Prozentpunkte)
FPÖ: 21,2 Prozent (395 Stimmen; +9 Prozentpunkte)
GRÜNE: 6,2 Prozent (115 Stimmen; -2,1 Prozentpunkte)
NEOS: 2,9 Prozent (54 Stimmen; +1,3 Prozentpunkte)
HAUS: 1,7 Prozent (32 Stimmen; +1,7 Prozentpunkte)